World Usability Day der Metropole Ruhr

wudGestern fand der World Usability Day der Metropole Ruhr statt und glänzte durch eine selten so gesehene Organisation und Qualität! (Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ein Teil der Organisation von meinem Team gestemmt wurde :-))

Mein Vortrag “Mensch vs. Computer: Macht das alles überhaupt Sinn?” polarisierte wie immer, bot aber laut Feedback einen sehr guten, kritischen, aber unterhaltsamen Einstieg in das ganze Thema Digitalisierung und Industrie 4.0. Der Workshop “Vom Pattern zum Control” widmete sich dann Nachmittags ausgebucht der Schnittstelle UX zu Technik und zeigte Hürden und Methoden auf, wie Konzepte und Designs zielsicher und nachhaltig den Weg in große Software-Produkte finden können.

 

 

 

Digitale Lösungen müssen dem Menschen “Wahre Mehrwerte” liefern

Wahre Mehrwerte

Auf dem UX Congress 2015 in Frankfurt forderte ich in meinem Vortrag “Wahre Mehrwerte” den Blick weg von Technologien oder Featuresets hin zum Menschen zu richten. Welche Bedürfnisse hat er, wann ist er glücklich? Warum will er eigentlich etwas tun? Wie kann eine digitale Lösung devot unterstützen?

Diese Fragen führen zur Erkenntnis, dass sich nahezu keine heutige Unternehmensanwendung wirklich am Menschen orientiert, sondern an technischen Motivatoren, an Marketing-getriebenen “Immer noch eine Funktion mehr” und kaum eine Anwendung reduziert die Informationen und Funktionen auf das, was der Benutzer gerade braucht. Ein E-Mail-Programm quillt über an Funktionen, obwohl der Hauptanwendungsfall doch wohl ist, eine E-Mail zu schreiben. Die Kontaktliste in jeder solchen Anwendung à la Outlook präsentiert stolz alle Kontakte in einer langen Liste. Und das, obwohl das Programm doch eigentlich meine aktuellen Gesprächspartner aus E-Mails und Terminen kennt! Im Ergebnis muss der Benutzer suchen, suchen, suchen.

Dieser Vortrag lieferte Gedankenanstöße und die wichtigen Fragen, die es gilt zu stellen. Und zwar BEVOR die Featureliste festgezurrt ist. Denn weniger ist mehr. Vor allem bei Software.

Daniel Greitens zum Thema IoT: “Der Preis der Vernetzung”

IoTDie aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift “Business Technology” widmet sich dem Thema “Internet of Things”. Eröffnet wird das Thema durch eine Bestandsaufnahme von mir. Unter dem Titel “Der Preis der Vernetzung” wagt mein Artikel den Schritt zurück und beleuchtet das Thema mit alle seinen Vor- und Nachteilen.

Zusammenfassend: Die Vernetzung von jedem und alles bietet viele Chancen. Aber gleichzeitig wird alles komplizierter, anfälliger und für den Laien unkontrollierbarer. Es wird an den Anbietern der Technologien und Lösungen liegen wirklich sinnvolle Anwendungen für den Menschen zu liefern. Auf jeden Fall aber werden wir uns darauf einstellen können, dass in 10 Jahren ein Hotelzimmer erst nach Lesen einer Bedienungsanleitung zu betreten ist…

Update: Der Artikel ist seit Anfang 2016 unter https://jaxenter.de/der-preis-der-vernetzung-32033 online einsehbar.

 

 

 

 

Die Befreiung der Anwendungen

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Fachzeitschrift “Business Technology” 1.2015, Heft 20 des S&S Verlages (www.bt-magazin.de). Er ist außerdem auf der Online-Plattform jaxenter.de verfügbar: https://jaxenter.de/die-befreiung-der-anwendungen-19564

Das Dorf in den Bergen ist zu beneiden, denn anders als in der IT-Branche ist hoch oben der Almabtrieb schnell vollzogen. Wir in der digitalen Welt sehen uns hingegen mit einer schier unendlichen Menge an Kühen konfrontiert, die eine nach der anderen durch unser Dorf getrieben wird. In dieser niemals endenden Zeremonie ist schwer zu sondieren, welche der Kühe denn nun tatsächlich Relevanz hat und welche einfach nur aus Marketinggründen ins Tal der Entwickler und Anwender muss. 

Genau an solch einer Stelle stehen wir nun wieder: Mobile, HTML5, Xamarin, Universal-Apps und viele andere Buzzwords sind mit ohrenbetäubendem Glockengeläut auf den Feldwegen unterwegs. Im Gegensatz zu vielen anderen Trends bahnt sich hier aber seit einigen Jahren eine nachvollziehbare Revolution an, der wohl kaum ein Entwickler oder Anwender entgehen wird …

Ursprung

Um diese aktuelle Revolution zu verstehen, bedarf es zunächst eines Blicks zurück. Die Eroberung des Computers begann bekanntermaßen 1989 mit der Entwicklung einer akademischen Vernetzung am CERN in der Schweiz (Abb. 1). Forscher sollten schnell textuelle Informationen austauschen können und das Internet war geboren. Der Computer war damals als Werkzeug für Experten gedacht, der Anspruch an seine Gebrauchstauglichkeit verständlicherweise noch sehr gering.

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WAZ-Wirtschaftsforum 2014

Am 03. September fand das WAZ-Wirtschaftsforum im Stadion Essen statt. An der Podiumsdiskussion zum Thema “Gründerland NRW” nahmen teil: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft,  Dr. Klaus Engel als Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR), Gerd Pieper, Inhaber der gleichnamigen Parfümeriekette und ich als Vertreter der NRW-Gründer.

Als Ergebnis der Diskussion lässt sich konstatieren, dass NRW einiges zu bieten hat, aber dass auch noch viel zu tun bleibt. Herr Engel betonte die guten Fortschritte und Maßnahmen wie die Initiative Ruhr. Herr Pieper brachte ein mögliches alternatives Modell für die Gewerbesteuer auf den Tisch (was mit den einleitenden Worten “Herzlichen Glückwunsch” von Frau Kraft entkräftet wurde) und forderte Steuergelder der ausländischen Konzerne ein um den Mittelstand zu fördern.

Ich brachte eine differenziertere Betrachtung der eigentlich Jahrelang dauernden Gründungsphase ins Spiel: NRW ist stark bei den fachlichen Gründungen, die einer persönlichen Verwirklichung dienen, die aber erheblichen Risiken in den Wachstumsphasen ausgesetzt sind. NRW hat zudem Nachholbedarf bei strategischen Gründungen. Solche Gründungen berücksichtigen von Anfang an reifere Unternehmensstrukturen und schaffen kurzfristig Arbeitsplätze. Auch fehlt um solche strategischen Gründungen das Gründer-Milieu, wie es beispielsweise in Berlin, München und Hamburg anzutreffen ist.

Somit mein Plädoyer: Gründer NRWs vereinigt Euch! Austausch macht uns stark!

Mein persönliches Highlight: Ein ausgiebiges Gespräch mit der Ministerpräsidentin im Anschluss an die Veranstaltung, und zwar wirklich in Ruhe.

Keynote “HTML5: Die Lösung für alles?”

Meine Keynote auf der BASTA! Spring 2014 in Darmstadt drehte sich um die Fakten hinter dem Hype der HTML5-Technologie. Einige Hundert Zuhörer verfolgten die Differenzierung und Durchleuchtung der gängigen Thesen. Praxisnah begründet aus konkreter Projekterfahrung.

Das Ergebnis: HTML5 kommt. Soviel steht fest. Aber Vorsicht ist geboten! Viele Daten und aufwendige Interaktionen wie Drag & Drop können diese Technologie schnell überfordern.

Hier ein Mittschnitt der Keynote:

[embedyt]https://www.youtube.com/watch?v=NOO-Z0aDu3I[/embedyt]