Vortrag „Software-Lösungen in hoch kritischen Einsatzszenarien“

20130425_002_IMG_3190_jpgAm 8.12.2015 hatte ich die Ehre vor dem Lions Club Lünen einen spannenden Vortrag über Software-Lösungen in hoch kritischen Einsatzszenarien zu halten.

Im Unterschied zu regulären Unternehmensanwendungen, stellen sich in Anwendungsfällen, in denen Fehlbedienungen zu fatalen Folgen führen können, besondere Anforderungen. Denn der Benutzer hat keine Möglichkeit zu lernen oder auszuprobieren, er muss sofort richtig agieren. Im Detail müssen folgende beiden Aspekte behandelt werden:

  1. Die Anwendung muss absolut selbsterklärend sein. Informationen müssen adhoc verständlich sein und dürfen kein zeitkostende und fehlerbehaftete Deutung oder Interpretation erfordern. Statt dessen müssen die mentalen Modelle des Benutzers klar und transparent abgebildet werden. Als Beispiele erläuterte ich anschauliche Visualisierungen mit 3D-Modellen, die leicht verständlich die Realität abbilden.
  2. Die Anwendung muss maximal effizient sein. An Stelle der gängigen Werkzeugkasten-Boliden, die erst erschlossen werden müssen, gilt es das akut benötigte Funktionsset passgenau und extrem reduziert anzubieten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Deutsche Zentrale Notruf, den wir mit einer Software ausgestattet haben, die von den Agenten in den Service-Centern genutzt wird. Der Clou des Konzepts: Eine Art „Panik-Knopf“, über den der Agent die umfangreiche Anwendung in einen extrem fokussierenden geführten Dialog verwandelt. Diese Funktion ist deshalb so wertvoll, weil über den Notruf zum Glück vor allem unkritische Ereignisse gemeldet werden und kritische Situationen nur selten auftreten. Der Agent hatte bislang in einem solchen kritischen Notfall keine laufend trainierte Routine und sah sich einer immensen psychischen Belastung ausgesetzt. Der Panik-Knopf bietet ihm nun immer ein Fangnetz und damit ein erheblich sichereres Gefühl bei seiner Arbeit.

Ankündigung: Vortrag „Ergonomische Datendarstellung“ auf der SMART DATA Developer Conference

Smart Data ConferenceAm 18.04.2016 spreche ich auf der SMART DATA Conference in München. Das Thema:  Ergonomische Datendarstellung

Die Zusammenfassung: 

Daten sind nur so gut, wie sie dem Betrachter verständlich sind: Warum gibt es Informationsdarstellungen, die intuitiv eine Bedeutung kommunizieren, und warum sind Zahlen in einer Tabelle niemals ad hoc verständlich? Die Lösung: Der Mensch versteht, was er kennt. Und Bilder werden immer schneller wahrgenommen als Text, der bewusst interpretiert werden muss. Um Informationen einfach verständlich zu kommunizieren, gilt es also die Daten in einer Form zu verbildlichen, die Benutzer bereits mit einer Bedeutung assoziiert.

Dieser Vortrag liefert psychologische Hintergründe und einen strukturierten Weg, wie Daten optimal und begeisternd aufbereitet werden können.
Das gesamte Programm ist hier herunterladbar: http://smart-data-developer-conference.de/wp-content/uploads/sites/10/2015/11/SMARTDATA_Programm_2016.pdf

World Usability Day der Metropole Ruhr

wudGestern fand der World Usability Day der Metropole Ruhr statt und glänzte durch eine selten so gesehene Organisation und Qualität! (Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ein Teil der Organisation von meinem Team gestemmt wurde :-))

Mein Vortrag „Mensch vs. Computer: Macht das alles überhaupt Sinn?“ polarisierte wie immer, bot aber laut Feedback einen sehr guten, kritischen, aber unterhaltsamen Einstieg in das ganze Thema Digitalisierung und Industrie 4.0. Der Workshop „Vom Pattern zum Control“ widmete sich dann Nachmittags ausgebucht der Schnittstelle UX zu Technik und zeigte Hürden und Methoden auf, wie Konzepte und Designs zielsicher und nachhaltig den Weg in große Software-Produkte finden können.

 

 

 

Digitale Lösungen müssen dem Menschen „Wahre Mehrwerte“ liefern

Wahre Mehrwerte

Auf dem UX Congress 2015 in Frankfurt forderte ich in meinem Vortrag „Wahre Mehrwerte“ den Blick weg von Technologien oder Featuresets hin zum Menschen zu richten. Welche Bedürfnisse hat er, wann ist er glücklich? Warum will er eigentlich etwas tun? Wie kann eine digitale Lösung devot unterstützen?

Diese Fragen führen zur Erkenntnis, dass sich nahezu keine heutige Unternehmensanwendung wirklich am Menschen orientiert, sondern an technischen Motivatoren, an Marketing-getriebenen „Immer noch eine Funktion mehr“ und kaum eine Anwendung reduziert die Informationen und Funktionen auf das, was der Benutzer gerade braucht. Ein E-Mail-Programm quillt über an Funktionen, obwohl der Hauptanwendungsfall doch wohl ist, eine E-Mail zu schreiben. Die Kontaktliste in jeder solchen Anwendung à la Outlook präsentiert stolz alle Kontakte in einer langen Liste. Und das, obwohl das Programm doch eigentlich meine aktuellen Gesprächspartner aus E-Mails und Terminen kennt! Im Ergebnis muss der Benutzer suchen, suchen, suchen.

Dieser Vortrag lieferte Gedankenanstöße und die wichtigen Fragen, die es gilt zu stellen. Und zwar BEVOR die Featureliste festgezurrt ist. Denn weniger ist mehr. Vor allem bei Software.

Organisationskomitee des „World Usability Day“ Metropole Ruhr

Der weltweit gleichzeitig stattfindende Tag der Gebrauchstauglichkeit findet in der Metropole Ruhr mit Beteiligung von MAXIMAGO statt. Ich selbst bin Teil des Organisations-Komitees.
Gestern fand ein weiteres Planungstreffen in meinem geliebten UFO statt. Mit den Kollegen von UID, Centigrade und Prof. Geisler:

Hier geht es zur globalen Webseite des WUD: http://www.worldusabilityday.de/wud-in/metropole-ruhr/

Keynote „HTML5: Die Lösung für alles?“

Meine Keynote auf der BASTA! Spring 2014 in Darmstadt drehte sich um die Fakten hinter dem Hype der HTML5-Technologie. Einige Hundert Zuhörer verfolgten die Differenzierung und Durchleuchtung der gängigen Thesen. Praxisnah begründet aus konkreter Projekterfahrung.

Das Ergebnis: HTML5 kommt. Soviel steht fest. Aber Vorsicht ist geboten! Viele Daten und aufwendige Interaktionen wie Drag & Drop können diese Technologie schnell überfordern.

Hier ein Mittschnitt der Keynote:

Keynote auf der BASTA! 2012: „Willkommen in der Post-PC-Ära!“

Die Keynote auf der BASTA! widmete sich unter dem Titel „Willkommen in der Post-PC-Ära!“ dieses Jahr dem Ausblick auf das, was Entwickler in den kommenden Jahren erwarten mag. Unter der Federführung von Jörg Neumann wurden die Themen Mobile (Christian Weyer), Cloud (Rainer Stropek), Security (Dominick Baier), Asynchrone Programmierung (Oliver Sturm), User Experience (Daniel Greitens), und Kinect (Daniel Meixner) mit anschließender Diskussionsrunde beleuchtet.

BASTA

Das offizielle Abstract:

Moderator: Jörg Neumann (Acando/thinktecture). Die IT befindet sich im Umbruch: Wo gestern noch ein PC stand, findet sich heute oft ein Tablet. Daten, die gestern noch auf lokalen Festplatten schlummerten, finden sich heute zunehmend in der Cloud. Wo heute die Interaktion mit Maus und Tastatur stattfindet, wird sie morgen durch Sprache, Gestik und Sensorik ergänzt. All diese Trends haben Auswirkungen auf uns Entwickler. Eine Mannschaft namhafter Experten stellt die wichtigsten Trends vor und diskutiert mit Ihnen, welche Herausforderungen in Zukunft zu meistern sind.

Einen lesenswerten Erfahungsbericht finden Sie unter http://it-republik.de/dotnet/artikel/Der-PC-ist-tot!-Oder-doch-nicht-5210.html.