Der Preis der Vernetzung: Die Chancen und Risiken von Internet of Things

ttm_047-large„Internet of Things“ ist das neue Hype-Thema in Medien und Kongress-Landschaften. Ausnahmsweise könnte sich diese neue durchs Dorf getriebene Kuh dieses Mal allerdings als reinrassiges Sportpferd entpuppen, denn das Thema scheint konkreter als manch anderes Kürzel aus der Buzzword-App und bekam unter dem Schlachtruf „Industrie 4.0“ sogar Rückendeckung von der Bundesregierung. Grund genug, sich das Thema von der historischen Wurzel bis hin zu den zu erwartenden Chancen und Risiken anzusehen. 

Das McKinsey Global Institute beziffert das wirtschaftliche Potenzial des Internet of Things, kurz „IoT“, im Jahr 2025 in einer Studie mit dem Titel „Disruptive technologies: Advances that will transform life, business, and the global economy“ auf gigantische 2,7 Billionen Dollar pro Jahr [1]. GSMA & Machina Research spricht in einer Studie mit dem Titel „The Connected Life: A USD 4.5 trillion global impact in 2020“ [2]  sogar von 4,5 Billionen Umsatz im Jahre 2020.

Die Zuverlässigkeit solcher Blicke in Glaskugeln darf zurecht bezweifelt werden. Die gesamte Branche ist sich allerdings grundsätzlich einig: Das Potenzial von IoT ist gigantisch.Continue Reading

Daniel Greitens zum Thema IoT: „Der Preis der Vernetzung“

IoTDie aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift „Business Technology“ widmet sich dem Thema „Internet of Things“. Eröffnet wird das Thema durch eine Bestandsaufnahme von mir. Unter dem Titel „Der Preis der Vernetzung“ wagt mein Artikel den Schritt zurück und beleuchtet das Thema mit alle seinen Vor- und Nachteilen.

Zusammenfassend: Die Vernetzung von jedem und alles bietet viele Chancen. Aber gleichzeitig wird alles komplizierter, anfälliger und für den Laien unkontrollierbarer. Es wird an den Anbietern der Technologien und Lösungen liegen wirklich sinnvolle Anwendungen für den Menschen zu liefern. Auf jeden Fall aber werden wir uns darauf einstellen können, dass in 10 Jahren ein Hotelzimmer erst nach Lesen einer Bedienungsanleitung zu betreten ist…

Update: Der Artikel ist seit Anfang 2016 unter https://jaxenter.de/der-preis-der-vernetzung-32033 online einsehbar.

 

 

 

 

Die Befreiung der Anwendungen

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Fachzeitschrift „Business Technology“ 1.2015, Heft 20 des S&S Verlages (www.bt-magazin.de). Er ist außerdem auf der Online-Plattform jaxenter.de verfügbar: https://jaxenter.de/die-befreiung-der-anwendungen-19564

Das Dorf in den Bergen ist zu beneiden, denn anders als in der IT-Branche ist hoch oben der Almabtrieb schnell vollzogen. Wir in der digitalen Welt sehen uns hingegen mit einer schier unendlichen Menge an Kühen konfrontiert, die eine nach der anderen durch unser Dorf getrieben wird. In dieser niemals endenden Zeremonie ist schwer zu sondieren, welche der Kühe denn nun tatsächlich Relevanz hat und welche einfach nur aus Marketinggründen ins Tal der Entwickler und Anwender muss. 

Genau an solch einer Stelle stehen wir nun wieder: Mobile, HTML5, Xamarin, Universal-Apps und viele andere Buzzwords sind mit ohrenbetäubendem Glockengeläut auf den Feldwegen unterwegs. Im Gegensatz zu vielen anderen Trends bahnt sich hier aber seit einigen Jahren eine nachvollziehbare Revolution an, der wohl kaum ein Entwickler oder Anwender entgehen wird …

Ursprung

Um diese aktuelle Revolution zu verstehen, bedarf es zunächst eines Blicks zurück. Die Eroberung des Computers begann bekanntermaßen 1989 mit der Entwicklung einer akademischen Vernetzung am CERN in der Schweiz (Abb. 1). Forscher sollten schnell textuelle Informationen austauschen können und das Internet war geboren. Der Computer war damals als Werkzeug für Experten gedacht, der Anspruch an seine Gebrauchstauglichkeit verständlicherweise noch sehr gering.

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