Digitale Lösungen müssen dem Menschen „Wahre Mehrwerte“ liefern

Wahre Mehrwerte

Auf dem UX Congress 2015 in Frankfurt forderte ich in meinem Vortrag „Wahre Mehrwerte“ den Blick weg von Technologien oder Featuresets hin zum Menschen zu richten. Welche Bedürfnisse hat er, wann ist er glücklich? Warum will er eigentlich etwas tun? Wie kann eine digitale Lösung devot unterstützen?

Diese Fragen führen zur Erkenntnis, dass sich nahezu keine heutige Unternehmensanwendung wirklich am Menschen orientiert, sondern an technischen Motivatoren, an Marketing-getriebenen „Immer noch eine Funktion mehr“ und kaum eine Anwendung reduziert die Informationen und Funktionen auf das, was der Benutzer gerade braucht. Ein E-Mail-Programm quillt über an Funktionen, obwohl der Hauptanwendungsfall doch wohl ist, eine E-Mail zu schreiben. Die Kontaktliste in jeder solchen Anwendung à la Outlook präsentiert stolz alle Kontakte in einer langen Liste. Und das, obwohl das Programm doch eigentlich meine aktuellen Gesprächspartner aus E-Mails und Terminen kennt! Im Ergebnis muss der Benutzer suchen, suchen, suchen.

Dieser Vortrag lieferte Gedankenanstöße und die wichtigen Fragen, die es gilt zu stellen. Und zwar BEVOR die Featureliste festgezurrt ist. Denn weniger ist mehr. Vor allem bei Software.

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